Was ist LEADER?
LEADER steht für Liaison entre actions de développement de l’économie rurale (deutsch: Verbund der Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft) und ist ein querschnittsorientierter Ansatz zur Förderung der ländlichen Räume durch die Europäische Union.
LEADER-Regionen sind räumlich abgegrenzte ländliche Gebiete, in denen mit breiter Bevölkerungsbeteiligung jeweils eine sogenannte Regionale Entwicklungsstrategie (RES) erarbeitet wird, die für die gesamte Förderperiode gilt. Diese Strategien definieren u.a. Handlungsfelder, Ziele und Förderkriterien der Regionen und dienen als Grundlage für die Auswahl von Projekten.
LEADER folgt dem Bottom-up-Ansatz. Das bedeutet, dass die Menschen vor Ort die regionale Entwicklungsstrategie mitgestalten, Projekte zur Erhaltung der Lebensqualität anstoßen und umsetzen. Die europäischen Fördergelder sollen dazu beitragen, Neues und Innovatives in den ländlichen Regionen zu ermöglichen, das Miteinander zu stärken und dadurch die Zukunftsfähigkeit der Dörfer zu sichern.
In Thüringen gibt es 15 LEADER-Regionen, die den gesamten ländlichen Raum abdecken. In jeder Region gibt es eine Regionale Aktionsgruppe (RAG), in der Akteure aus Vereinen und Verbänden, Unternehmen und Landwirtschaft, Politik und Bürgerschaft gemeinsam über die Verwendung der Fördermittel entscheiden.
LEADER fordert und fördert eine Verbesserung von regionalen Kooperationen und eine verstärkte Beteiligung aller maßgeblichen Akteure. Zur Bewältigung der kommenden Herausforderungen sind tatkräftige Vertreter aus Vereinen, Unternehmen und Landwirtschaft, Politik und Bürgerschaft gefragt, um ihre Regionen lebenswert zu halten.
LEADER für Einsteiger
In dem kurzen Film der Deutschen Vernetzungsstelle Ländliche Räume wird einfach und verständlich erklärt, was LEADER ist und wie die Regionalentwicklungsmethode in ihren Grundzügen funktioniert.
Hier gehts direkt zum Film bei Youtube.