Leader 2014-2020

Streuobstinitiative Ostthüringen

Ein Kooperationsprojekt von RAG Saale-Holzland und RAG Saale-Orla und RAG Saalfeld-Rudolstadt.

AdresseNickelsdorf 1, 07613 Crossen an der Elster
FörderperiodeLEADER 2014–2020
HandlungsfeldRegionale Produkte
Gesamtinvestition98.176,24 €
Summe LEADER-Förderung73.632,18 €
ProjektträgerLändliche Kerne e. V.
Mehr Informationenwww.streuobst-thueringen.de
Streuobstwiese, Foto: Dr. Burkhardt Kolbmüller
Streuobstwiese, Foto: Dr. Burkhardt Kolbmüller
Pomologisches Seminar, Foto: Alexander Pilling
Pomologisches Seminar, Foto: Alexander Pilling

Nach 1990 ging die Nachfrage nach regionalem Obst aus Streuobstbeständen drastisch zurück. Durch die ausbleibende Nutzung wurden die Streuobstanlagen kaum noch gepflegt und auch nicht durch Nachpflanzungen verjüngt. In der Folge brechen überalterte Bäume weg, Streuobstwiesen verbuschen und wertvolle Biotope gehen somit verloren. Im August 2018 starteten die drei LEADER-Aktionsgruppen Saale-Holzland, Saale-Orla und Saalfeld-Rudolstadt das Kooperationsprojekt STREUOBSTNETZWERK OSTTHÜRINGEN. Ziel des Projektes ist es, die zahlreichen noch vorhandenen Streuobstbestände mit mehreren zehntausend Bäumen zu pflegen, zu nutzen und damit zu erhalten.

Dazu finden in den beteiligten Regionen regelmäßige Stammtischrunden zur Vernetzung der Akteur*innen und zum Erfahrungsaustausch statt. Praktisches Wissen zur Baum- und Grünlandpflege und zur Veredelung wird in praxisorientierten Kursen vermittelt. Seminare zu Sortenkunde (Pomologie) und öffentliche Sortenbestimmungen stoßen auf großes Interesse, zunehmend auch bei jüngeren Menschen. Um die inzwischen spürbar ansteigende Nutzung des Streuobstes zu verstetigen, werden z. B. lokale Kleinmostereien durch Führungen und Verkostungen unterstützt und so bekannter gemacht. Durch die Aktivitäten ist das Netz der Kleinmostereien in Ostthüringen in den letzten Jahren stark angewachsen. Ein weiteres Projekt war die Entwicklung einer Streuobst-App, mit der Streuobsteigentümer*innen und Nutzer*innen die Baumbestände eigenständig GPS-gestützt kartographieren können.