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Leader 2023-2027

Häufig gestellte Fragen

1. Wie geht man damit um, wenn durch die Einbindung von mittelgroßen Städten in das LEADER-Aktionsgebiet die Einwohnergrenze von 150.000 Einwohnern überschritten wird?

Antwort:

Gemäß den Vorgaben des in 2021 durchgeführten Interessenbekundungsverfahrens sowie der Beschreibung im Leitfaden zur Erstellung der Regionalen Entwicklungsstrategien soll eine LEADER-Region zwischen 30.000 bis 150.000 Einwohner umfassen. Ausnahmeregelungen sind jedoch möglich. Wenn es aus Gründen der geografischen Lage oder wirtschaftlicher und sozialer Zusammenhänge notwendig ist, die Einwohnerzahl zu über- oder zu unterschreiten, dann muss das entsprechend begründet werden.

2. Ist die Vorschussfinanzierung für RAGn nur mit Bürgschaft möglich?
Ist eine Vorschussfinanzierung auch für Projektträger möglich?

Antwort:

Eine Vorschussfinanzierung ist nach den derzeitigen Regelungen nur für Verwaltungsausgaben der RAGn und nur bei Vorlage einer Bürgschaftserklärung bzw. einer Banksicherheitserklärung zulässig.

3. Ist es möglich, dass Thüringer RAGn auch Vorhaben außerhalb der Grenzen ihrer Gebietskulisse fördern? Wie ist das, wenn sich der Projektteil außerhalb von Thüringen befindet?

Antwort:

Nach dem aktuellen Stand der Interventionsbeschreibung „LEADER“ können grundsätzlich auch Vorhaben außerhalb der eigenen Gebietskulisse ausgewählt werden, wenn diese der Umsetzung der Entwicklungsstrategie dienen. Bei Vorhaben außerhalb von Thüringen ist eine Sonderregelung erforderlich.

4. Wenn es mehr RAGn werden, gibt es dann mehr Geld für die einzelnen RAGn?

Antwort:

Nein, da nach derzeitigem Stand die Haushaltsansätze im Rahmen der ELER-Finanzplanung im Laufe der Förderperiode konstant bleiben. Sofern sich die Anzahl der RAG erhöht, sinkt der Anteil pro RAG entsprechend.

5. Bleiben die ländlich geprägten Ortsteile der Oberzentren bestehen?

Antwort:

Ja. Die im EPLR Thüringen (FILET) 2014 bis 2020 enthaltene Aufstellung der ländlich geprägten Ortsteile der Oberzentren gilt bis auf Weiteres fort.

6. Wird es generelle Ausnahmen vom Beihilferecht geben?

Antwort:

Mittlerweile gibt es für die LEADER-Förderung spezielle Ausnahmeregelungen im Beihilferecht, u.a. bei der Unterstützung von KMU. Eine generelle Ausnahme ist jedoch derzeit nicht in Sicht

7. Wird das kommende Regionalbudget durch LEADER-Mittel finanziert?

Antwort:

Das Regionalbudget wird nicht über die LEADER-Mittel, sondern aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK) finanziert.

8. Wer entscheidet welcher Antragsteller durch das Regionalbudget gefördert wird?

Antwort:

Soweit bekannt, werden die Anträge durch ein von der RAG zu benennendes Auswahlgremium auf der Basis eines geeigneten Auswahlverfahrens ausgewählt.

9. Sollte die RAG bei der RES-Erstellung eine geplante Umsetzung des Regionalbudgets berücksichtigen?

Antwort:

Ja, es dient der Qualifizierung der Strategie, wenn auf andere Fördermittel hingewiesen wird, die man zur Erreichung der in der Strategie genannten Ziele mit nutzen möchte. Allerdings hat dies keinen Einfluss auf das individuelle LEADER-Budget.

10. Worauf basiert die Definition des ländlichen Raums (max. 150 Einwohner/Quadratkilometer, keine Oberzentren mit mehr als 100.000 Einwohner)?

Antwort:

Die Kriterien sind im Allgemeinen Teil des Entwurfs des GAP-Strategieplans definiert.

11. Was ist, wenn noch etwas von der EU beauflagt wird?

Antwort:

Soweit notwendig, können und ggf. müssen die Strategien entsprechend überarbeitet werden.

12. Sind Städte wie Jena Teil der Fördergebiets-Kulisse?

Antwort:

Die Kernstadt Jena zählt als Oberzentrum (> 100.000 Einwohner) nicht zur Fördergebietskulisse.

13. In welchem Umfang darf die RAG Kleinprojekte umsetzen? Gilt wieder die Grenze von insgesamt 150.000 Euro je Strategie, die für Kleinprojekte verausgabt werden dürfen?

Antwort:

Die Grenze liegt laut der geltenden Richtlinie weiter bei 150.000 Euro. Im Rahmen der Richtlinienfortschreibung ist beabsichtigt, die Obergrenze auf 175.000 Euro anzuheben.

14. Wie soll der Nachweis über die zur Bevölkerungsbeteiligung durchgeführten Veranstaltungen erbracht werden?

Antwort:

Als Anlage zur Entwicklungsstrategie sind keine Teilnehmerlisten notwendig, aber eine kurze Foto- und ggf. Pressedokumentation mit einer Angabe der Teilnehmerzahl zu den einzelnen Veranstaltungen sollte im Anhang beigefügt werden.

15. Ist die Nutzung des Katalogs der Handlungsfelder verpflichtend?

Antwort:

Nein, die Verwendung dieser Handlungsfelder ist nur eine dringende Empfehlung, um die die Darstellung der Ergebnisse von LEADER zu verbessern und das gesamte ELER-Monitoring zu vereinfachen bzw. zu optimieren. Die Handlungsfelder entsprechen den Bezeichnungen, die erfahrungsgemäß gewählt werden und sind mit den in der aktuellen Förderperiode definierten Handlungsfeldern weitgehend deckungsgleich. Jedoch erscheint eine Fokussierung bzw. Einschränkung auf nur eine Auswahl an Themen sinnvoll, da das jeweilige LEADER-Budget nicht reichen wird, um alle Themenfelder angemessen zu bedienen.

16. Ist die Benennung von Startprojekten erforderlich?

Antwort:

Nein, es müssen keine Startprojekte benannt werden.

17. Wann endet die Frist zur Einreichung der Entwicklungsstrategien?

Antwort:

Nach den Bestimmungen des Wettbewerbsaufrufes müssen die RES bis spätestens zum 31. Oktober 2022 (Montag) eingereicht werden. Da es sich bei diesem Tag um einen in Thüringen staatlich anerkannten allgemeinen Feiertag (Reformationstag) handelt, endet die Ausschlussfrist am 1. November 2022 (Dienstag).

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